Freistehender Kaminofen oder Kachelofeneinsatz?

Wir bieten Einzelöfen (=ohne Wasseregister) und Zentralheizungsöfen (=mit Wasserregister) als freistehende Kaminöfen oder als Kachelofeneinsatz zum bauseits ausmauern an.

Vorteile des gemauerten Kachelofens sind:
Wird langsamer warm und hält die Wärme länger als ein freistehender Ofen, d.h. man kann mehr Holz verheizen, bis das Zimmer zu warm wird udn nachts hält die Speichermasse das Zimmer lange warm. Für viele Bauherrschaften gibt es optische Gründe für einen Kachelofen.

Vorteile des freistehenden Kaminofens sind:
Wird schneller warm, die Rußemissionen gehen beim Anheizen schneller zurück (da der Ofen schneller auf Betriebstemperatur kommt). Wenn das Zimmer zu warm ist und man das Feuer ausgehen lässt, kommt nicht so sehr viel Wärme nach als bei einem Kachelofen. Für viele Bauherrschaften gibt es optische Gründe für einen freistehenden Ofen. In der Regel sind freistehende Kaminöfen erheblich preiswerter als Kachelöfen (die Technik des Innenlebens ist weitgehend dieselbe).

  1. Freistehende Kaminöfen sind preiswerter als gemauerte Kachelöfen.
  2. Sie sind sehr viel schneller auf Betriebstemperatur, d.h. rußen weniger beim Anheizen.
  3. Sie werden sehr viel schneller warm, d.h. man kann sehr viel gezielter heizen. (wichtig z.B. wenn Sie berufstätig sind und abends oder morgens schnelelr warm haben wollen.)
  4. Der Nachteil des freistehenden Ofens, dass das Zimmer sehr schnell zu warm wird, ist durch das Wasserregister zu ca. 2/3 weg, denn die Temperatur-Differenz-Regelung schaltet ab 60°C die Umwäzpumpe ein, welche die Wärme abführt, d.h. den Ofen mit Heizungswasser abkühlt.
  5. Ein Defekt des Wasseregisters ist bei einem freistehenden Ofen eine kostenmäßig begrenzte Angelegenheit, da der Ofen zugänglicher, d.h. einfacher zu reparieren ist, bzw. im Zweifel auch ohne großen Aufwand komplett getauscht werden kann. Beim gemauerten Kachelofen ist dies eine kostspielige sache.

Warum Kaminofen mit Wasserregister ? Geht nicht auch ein normaler Kaminofen?

Ein normaler Kaminofen ist ein Einzelofen, d.h. er heizt mehr oder weniger den Aufstellungsraum und ein bißchen auch die umgebenden Räume, wenn die Warmluft irgendwie die anderen Räume erreichen kann.

Dies führt in einem Niedrigenergiehaus dazu, dass der Aufstellungsraum sehr schnell zu warm wird und man das Bedürfnis hat, das Feuer ausgehen zu lassen. Somit kann nur wenig Holz verheizt werden und viele anderen Räume (z.B. Kinderzimmer, Bad, usw.) werden nicht oder nur wenig Ofenwärme abbekommen und daher weiterhin mit der normalen Heizung beheizt.Das Einsparpotenzial an Heizkosten ist daher sehr eng begrenzt.

Anders ist ein Kaminofen mit Wasserregister, welches ca. 1/2 bis 2/3 der Wärme an die Zentralheizung abführt. Deshalb kann ca. zweimal oder dreimal so viel Holz verheizt werden, bis der Aufstellungsraum zu warm wird.

Da ein großer Teil der Wärme abgeführt wird und somit alle anderen Räume mit heizt, wird die Ofenwärme gleichmäßiger im Haus verteilt.

Man kann folglich mehr an Heizkosten sparen, gleichzeitig ist der Wohnkomfort höher als mit einem normalen Ofen, da das Wohnzimmer nicht so schnell überhitzt.

Jedoch darf man die zum Teil hohen Schadstoffemissionswerte nicht ignorieren. Es kommt mitunter zu hohem Ausstoß an Ruß, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Stickoxiden, usw. so dass man eigentlich nicht von umweltfreundlicher Heizung sprechen kann. Wohl eher von umweltbelastender Heizung.

Zudem sollte man den Wirkungsgrad Versprechen der Hersteller nicht glauben. Denn diese wurden unter Prüfstandsbedingungen hochfrisiert. Unter realen Bedingungen (Naturzugschornstein) erzielen Kaminöfen zum Teil sehr schlechte Gesamtwirkungsgrade, weshalb Sie wirtschaftlich rechnend den Brennstoffpreis mal 1,5 bis 2,0 multiplizieren müssen, um dies gegenüber einer effizienteren Zentralheizung rechnerisch vergleichen zu können.

Wir empfehlen wasserführende Kachelöfen daher hauptsächlich für Kunden in schlecht isolierten Altbauten, welche ansonsten eine ineffiziente Heizung hätten (z.B. Ölheizung mit Heizkörpern).

Kunden im Neubau benötigen dies eigentlich nicht, denn im Neubau gibt es viel bessere, effizientere, umweltfreundlichere, wirtschaftlichere, komfortablere Heizungsanlagen (z.B. Erdwärmepumpe mit Fußbodenheizung).

Stückholz oder Holzpellets?

Wir bieten

  1. freistehende Stückholzöfen ohne Wasserregister
  2. StückholzKachelofeneinsätze ohne Wasserregister
  3. freistehende Pelletskaminöfen ohne Wasserregister
  4. freistehende Stückholzöfen mit Wasserregister
  5. StückholzKachlofeneinsätze mit Wasserregister

Stückholz ist i.d.R. billiger als Pellets (vor allem Pellets in Sackware) und das Feuer ist natürlicher/bewegter anzusehen als ein gleichmäßiges/technisches Feuer eines Pelletsofens.

Stückholzöfen sind meistens billiger als Pelletsöfen.

Pelletsöfen sind leistungsgeregelt über Thermostat, d.h. Teillastzustände sind im Gegensatz zu einen Stückholzofen problemlos möglich.

Bei Stückholzöfen ohne Wasserregister überhitzt hingegen der Aufstellungsraum sehr schnell.

Bei Stückholzöfen mit Wasserregister überhitzt der Aufstellungsraum sehr viel langsamer, jedoch muss gewährleistet sein, dass das warme Wasser auch abgeführt werden kann (=>Pufferpeicher).