Worauf ist bei Gasbrennwertheizgeräten zu achten?

Das saure Kondensat der Brennwertheizung greift die feuer- und abgasberührten Bauteile des Wärmeerzeugers und der Abgasleitung an.

Diese Werkstoffe sollten daher möglichst säurebeständig sein.

Aluminium ist nicht säurebeständig. Es löst sich zu Aluminiumoxid auf, welches vom Kondenswasser gelöst als schwarze Brühe ins Abwasser ausgeschieden wird. Aluminiumoxid ist toxisch und ökologisch keinesfalls undekenklich. Trotzdem gibt es immer noch Hersteller von Gasbrennwertgeräten, welche Aluminium als Werkstoff für ihre Wärmetauscher verwenden.

Aluminium-Silicium-Gußlegierung ist beständiger, d.h. der Zersetzungsprozeß ist grundsätzlich derselbe, geht nur deutlich langsamer als bei reinem Aluminium. Nachteilig ist, dass die Gußoberfläche rau ist, d.h. schneller verschmutzt als glatte Oberflächen. Wartungsintervalle sind deshalb gegenüber glatten Oberflächen kürzer und zeitaufwändiger. Bei mangelnder Wartung, d.h. fortschreitender Verschmutzung der Wärmetauscheroberfläche, wird der Wärmeübergang gemindert, d.h. der Wirkungsgrad des Heizgerätes verschlechtert sich. Bei großem Temperaturunterschied zwischen Heizungsrücklauf und Wärmeerzeugung treten thermische Spannungen im Aluminium-Silicium-Guß auf. Das Heizgerät muss dann zeitweise die Brennerleistung drosseln und benötigt einige Minuten länger, um auf volle Leistung zu gelangen. Dadurch wird es z.B. morgens nach der Nachtabsenkung etwas langsamer sein als Aluminium- oder Edelstahlgeräte. Die allermeisten Hersteller von Gasbrennwertthermen verwenden den in der Fertigung preiswerten Werkstoff Aluminium-Silicium-Guß.

Edelstahl ist als Werkstoff beständiger als Aluminium oder Aluminium-Silicium-Guß.

Die glatte Oberfläche eines Edelstahlwärmetauschers verschmutzt erheblich weniger, d.h. der Wirkungsgrad des Heizgerätes bleibt stabil und die Wartungsaufwendungen sind geringer.